Lepidium peruvianum Die gesamte Pflanze schmeckt nach Kresse. Die Wurzel enthält nahezu alle Vitamine, viel Eisen, Magnesium und Kalzium. Sie fördert den Muskelaufbau und steigert nachweislich die Fertilität. In Pulverform wird die Wurzel vermehrt als ‚Doping-Ersatz der Natur’ und ‚Viagra der Natur’ – weil ohne Nebenwirkungen - verkauft.
Oxalis tuberosa Oca ist nach Kartoffel die zweitwichtigstige Feldfrucht der Anden. Was ist Oca? Ein knollenbildender Sauerklee. Die Blätter sehen ganz typisch aus, bei allzu großer Hitze falten sie sich. Sie können wie Sauerampfer verwendet werden. Die Pflanzen bilden im Herbst etwa 5cm große längliche rote Knollen. Je länger Sie im Herbst weiterwachsen können, um so größer werden sie. Entweder roh essen oder kochen bis sie weich sind, sie haben einen überraschend guten, leicht säuerlichen Geschmack, scherzhaft heißen sie „Kartoffeln, die keine Sour Cream mehr brauchen“.
Oxalis tuberosa Sorte mit gelben Knollen. Für einen Oca-Salat benötigt man nicht viel: rohe Ocas, etwas Öl, Salz, Limettensaft, kleingeschnittene Zwiebel und gehackte Chilis. Dazu selbstgemachte Tortillas (aus 675g Maismehl und 625 ml Wasser einen Teig kneten, dünne Fladen ausrollen und in der Pfanne ohne Öl backen).
Oxalis tuberosa ...und weil’s so viel Spaß macht auch noch eine Sorte mit hübschen rosa Knollen, fast zu schön zum Essen.
Lupinus mutabilis Wichtige Körnerfrucht der Anden: die Samen enthalten sehr viel mehr Protein als Erbsen und Bohnen. Wird von den Indianer Perus, Bolivien und Equador angebaut. Diese wichtige Eiweißquelle mit dem relativ hohen Ölgehalt ist nun auch außerhalb der Anden in Russland, Australien und Südafrika von Interesse. Die weißen Samen werden vor dem Verzehr eingeweicht, dass Wasser wird mehrmals erneuert. Durch die dünne Schale dann keine langen Kochzeiten: sie werden für Suppen , Eintöpfe, als Salatzutat (gekochte Samen gemischt mit Blattgemüse, salzen, pfeffern, etwas Öl dazu und 1 TL Zucker) oder einfach mit etwas Salz als Snack für zwischendurch gegessen. Dieser Lupinenarrt ist einfach anzubauen, sieht mit den stark duftenden, blauen Blüten gut aus und ist auch ein praktischer Bodenverbesserer. Rezept: Tarwi-Suppe 8 Kartoffeln, 500g Tomaten, 1 kleine mittelscharfe Chili würfeln, 100g eingeweichte Tarwi, 200g frische Maiskörner vom Zucker oder Gemüsemaiskolben (mit einem Messer entlang der Reihen runterschneiden), mit 350 ml Gemüsebrühe 15 min kochen. Salzen, pfeffern. Koriandergrün darüber geben.
Ausverkauft! Polymnia sonchifolia Die großen, bis 2kg schweren Speicherknollen werden normalerweise geschält und roh gegessen. Der Geschmack ist lecker, sehr süß, knackig und saftig - fast wie Obst. Knollen können ebenso gut gekocht oder gebraten werden. Die pfeilförmigen Blätter enthalten viel Protein, weshalb sie natürlich auch in der kolumbianischen Küche verwendet werden. Man kann die Pflanze mehrmals beschneiden, die Blätter wachsen rasch wieder nach. Der Anbau ist denkbar einfach: ab Mitte Mai in den Garten oder einen großen Kübel auspflanzen und im Herbst ausgraben. Die großen Knollen ernten. Die direkt an der Basis der Pflanze befindlichen kleinen Knollen in Sand einschlagen und kühl und relativ trocken überwintern (wie Dahlien). Sie werden im nächsten Jahr zur Vermehrung verwendet. Auch für Diabetiker geeignet, denn die Kohlenhydrate werden in Form von Inulin gespeichert.
Polymnia sonchifolia Kam von Peru über Norwegen nach Belgien und schließlich zu uns! Die Knollen sind rot, Blätter und Blattstiele zweifarbig rot-grün! Die Knollen dieser vitalen Pflanze schmecken natürlich auch süß und knackig.
Pachyrhizus erosus Die Samen waren ein Mitbringsel einer Besucherin aus Mexiko. Danke nochmal! Jicama klettern wie Stangenbohnen, bilden aber dicke große Knollen aus. Diese schmecken roh frisch wie eine Karotte oder Apfel und sind leicht süßlich. Entweder roh im Gemüse- oder Obstsalat genießen. Oder einfach pur gestiftelt mit Dipp servieren. Gekocht behalten die Knollen ihre knackige Konsistenz. Erntezeit ist später Herbst.