Berberis vulgaris Berberitzenbeeren schmecken säuerlich. Neuerdings gibt es sie in gut sortierten Naturläden zu kaufen als beste Entschlackungsfrucht. In Persien werden Berberitzen viel gegessen, daran ist folgendes einfaches Rezept angelehnt: Rezept: Berberitzenreis mit Huhn Ein Huhn mit zwei Lorbeerblättern, Ingwer, Salz kochen, in kleine Stückchen zerteilen. 2 Tassen Basmatireis mit 3 Tassen Salzwasser und 20 min kochen. 100 g Berberitzen in Butter kurz braten, 2 TL Zucker dazu geben oder alternativ 50g Rosinen. Huhnstücke ebenfalls zugeben und kurz mitbraten. Mit dem Reis vermischen. Als Beilage am besten Tomaten und Gurkenstücken reichen.
Chaenomeles japonica ‚Friesdorfer Typ 205’ Sehr frostharter niedriger Busch mit runden starkduftenden essbaren Quitten. Rote Blüten im Frühjahr. Eine Schale voller Quitten ist ein fantastischer Frischeduft-Verbreiter. Rezept: Quitten-Relish 500g Quitten, 2 Schalotten, 4 Knoblauchzehen, 50g Rosinen, 2 Chilis, 250g brauner Zucker, 125ml Weißwein, 125ml guter Obstessig Salz, Pfeffer. Alle Zutaten klein schneiden, in einen Topf geben und 1h köcheln lassen. Dann den Essig einrühren, nochmal aufkochen lassen und heiß in Gläser füllen.
Cornus mas Blüht schon im März, der Strauch ist übersät mit gelber Blütenfülle. Bei Vollreife werden die Kornellen, die Früchte der Kornelkirsche, weich und angenehm süß-säuerlich. Unreife Kornelkirschen können wie Oliven eingelegt werden. Rezept: Kornelkirsch-Oliven 500 rote Kornelkirschen, in ein Gefäß geben. 1l Wasser mit 1 Bund Thymian, 1 Lorbeerblatt, 1 Nelke und 4TL Salz aufkochen. Über die Kornelkirschen gießen und mindestens zwei Monate ziehen lassen.
Mahonia aquifolium Die blauen elliptischen Früchte wachsen in großen Doldenrispen, sind daher ganz leicht zu ernten. Sie schmecken aromatisch, säuerlich. Die Beeren können frisch genascht werden, den Kern ausspucken, er enthält das Alkaloid Berberin. Für die Verwertung werden die Früchte passiert und mit säurearmen Obstsorten wie Pfirsichen, Birnen oder Wonderberries verarbeitet. Hebt den Eigengeschmack dieser erheblich.
Sorbus aucuparia var. edulis Die bitterstofffreie Art, deshalb auch ‚Süße Eberesche’ genannt. Wurde Anfang des letzten Jahrhunderts in Tschechien entdeckt. Die Beeren des heiligen Baums der Kelten enthalten 220 mg Vitamin C pro 100g, was sehr hohe Werte sind. Eine der gesündesten und wertvollsten Früchte der heimischen Baumwelt! Die Früchte eignen sich für Marmelade, Saft, Kompott, Sirup, Tee, Mus oder meine bevorzugte Variante: zum Einlegen als Rumtopf. An einem kalten Winterabend sehr erquickend.
Hippophae rhamnoides Selbstfruchtbar. Aus den vitaminreichen orangefarbenen Früchten wird der Grundsaft gepresst, am besten Früchte kurz mit Wasser aufkochen und durch ein Geschirrtuch pressen. Kann sofort als Saft getrunken werden oder weiterverarbeitet werden, z.B. zu Gelee.
Prunus spinosa Schlehen sind anspruchslose und völlig unkomplizierte Sträucher, die in der Natur immer seltener anzutreffen sind. Die Sträucher entwickeln dunkelblaue bereifte pflaumenähnliche Früchte. Sie schmecken nach den ersten Frösten oder alternativ nach ein paar Tagen in der Gefriertruhe. Dann werden Sie zu Mus, Likör, Saft oder Kuchen verarbeitet. Rezept 1: Schlehenlikör mit Bittermandelaroma 500g Schlehenfrüchte, 250g Kandiszucker, zwei geknackte Schlehenkerne mit einer Flasche guten Schnaps übergießen. 6 Wochen ziehen lassen. Weniger bekannt ist, dass die Blüten ideal für eine Frühjahrskur sind, aus Ihnen kann man ein Frühjahrskraftelexier bereiten. Rezept 2: Kraftelexier 2 Hand voll Blüten in ein Glas füllen und 3EL Honig darüber geben. Mit einer Flasche Weißwein auffüllen und mindestens 3 Wochen ziehen lassen, dann abseihen. Jeden Tag ein Gläschen davon vertreibt die Frühjahrsmüdigkeit und gibt neuen Schwung!
Prunus serotina Kirschen werden in Rispen gebildet! Ganz tolles, intensives Wildkirscharoma! In England auch Rumkirsche genannt, warum? Weil man so schön Schnaps draus machen kann! (siehe Schlehe). Hier mal ein anderes: Rezept: Traubenkirsch-Blütentee 1 Blütenrispe mit 1l Wasser übergießen. Süßen nach Geschmack.