Toona sinensis Diese interessante Pflanze aus China wird erst seit kurzem in Deutschland unter kulinarischen Aspekten betrachtet. In Asien ist sie vom Speisezettel nicht mehr wegzudenken. Traditionell werden die jungen Blätter gekocht mit Reis und Sojasauce gegessen. In Nordchina werden die Knospen dieses Baumes gebleicht und roh als Delikatesse verspeist. Vereinzelt kann man die frisch gekeimten Sprösslinge finden, die dann ähnlich wie Kresse verwendet werden. In feine Streifen geschnitten, welche frisch über ein asiatisches Gericht am Ende der Garzeit gestreut werden, sind die Blätter besonders zu empfehlen. Der Geschmack ist schwer zu vergleichen, es gibt hierzulande nichts ähnliches! Er liegt zwischen Erdnuss, Kresse, Lauch und vielen weiteren unbestimmbaren Aromen.
Elsholtzia stauntonii Heißt Gewürzstrauch, weil er DEN asiatischen Geschmack vereint, den sich Europäer normalerweise vorstellen: aromatisch mit einem Hauch Minze, Kreuzkümmel und Zitronenschale. Passt gut zu Aubergine, Tomate und Pilzen, auch ausgezeichnet zu Schwein. Blüht sehr schön lila, fast wie ein kleiner Sommerflieder.
Zingiber mioga Ingwer gehört unbedingt zu jedem asiatischen Essen. Es ist sozusagen die Nationalzutat eines halben Kontinents! Gegessen werden die zarten Rhizomstücke, sie schmecken etwas milder als die des gewöhnlichen Ingwers. Warum dann diesen pflanzen und es nicht mit dem üblichen versuchen? Der Japanische Ingwer hat einen ganz entscheidenden Vorteil, denn er wächst auch bei uns ausgesprochen gut und ist ordentlich verpackt sogar winterhart. Zieht im Herbst ein und treibt im Frühjahr wieder kräftig aus.
Persicaria hydropiper Wird in Japan gern als Zutat für Sushiröllchen verwendet. Die Blätter sind schön pfeffrig und geben jedem faden Gericht den nötigen Pfiff! Die Wasserpfeffer-Pflanze ist wasserliebend und sehr pflegeleicht. Sie ist mit dem Vietnamesischen Koriander verwandt, beide harmonieren vorzüglich miteinander. Erstaunlicherweise wurden die Samen in der Nachkriegszeit Deutschlands als billiger Pfefferersatz gehandelt.
Eletttaria cardamomum Kardamom hat ein kräftiges und trotzdem weiches und fruchtiges Aroma. Der blumige Geschmack wird auch von den Arabern sehr geschätzt, sie trinken ihren starken Kaffee gern mit Kardamom. Sie werden kaum Samen ernten, aber es gibt einen Trost: die Blätter duften und schmecken genauso aromatisch. Wie wäre es mit eingewickelten Fleischröllchen oder gebratenem Spargel mit Kardamomblättern? Attraktive, leicht zu haltende Zimmerpflanze.
Houttuynia cordata Der Geruch der zerriebenen Blätter erinnert stark an Koriander mit einer frischen Orangennote. Die Vap-Ca-Pflanze stammt aus Japan und wird in ganz Asien gegessen. In China werden die herzförmigen Blätter weniger als Gewürz verwendet, sondern gedünstet als Gemüse zu Meeresfrüchten und Fleisch verzehrt. In Vietnam eine wichtige Salatzutat. Vap Ca ist die einzige Pflanze mit Korianderaroma, die bei uns winterhart ist.
Persicaria odorata Besitzt köstliche Blätter mit starkem Korianderaroma, einer Spur Pfeffer und Zitrone. Das Korianderkraut ist in der vietnamesischen Küche sehr beliebt und wird Nudelsuppen aus Fleisch und Meeresfrüchten hinzugefügt. Die Thailänder servieren die Korianderblätter lieber roh und geben sie über Currys und Salate, während in Singapur und Malaysia die Blätter als Garnitur für die Nationalgerichte verwendet werden.
Oenanthe javanica ‚Flamingo’ Liebt einen feuchten Platz und kann auch an den Teichrand gepflanzt werden. Im Aussehen wie kriechender kleiner Stangensellerie, schmeckt auch so ähnlich, nur dass die erdigen Noten des Selleries fehlen. Der frische Petersilien-Selleriegeschmack ist dazu noch farbenfroh verpackt: die Blätter sind rosa, weiß und cremegelb gezeichnet.
Eutrema japonica Wasabi-Paste für und in Sushi, das bedarf keiner Erklärung mehr. Mit den Blättern kann man ebenso verfahren: ab damit in den Mixer und mit ein bisschen Essig und etwas Salz pürieren. Die schöne Farbe errreicht man allemal, das Aroma sowieso, denn es ist auch in den Blättern vorhanden. Die Pflanze liebt einen feuchten, nährstoffreichen, frischen Boden.
Cymbopogon citratus Enorm lang werden die Halme des tropischen Grases. Weniger bekannt ist, dass nicht nur die unteren Stängel verwendet werden, auch die schönen Blätter haben ein ausgeprägtes Aroma. Bei ausreichender Düngung werden schnell dichte Horste gebildet. Bei Teeverkostungen in der Gärtnerei ist Zitronengras immer sehr beliebt. Pro Kanne reichen schon drei frische Blätter.
Perilla frutescens Das intensive Aroma der Blätter ist vergleichbar mit Cumino (Kreuzkümmel), Zimt und Zitrus. Köstliche Zutat für Sushi und Sashimi. Die Blätter dienen auch als Hülle für kleine Reiskugeln. Sie können auch als Pesto, für gebackenen Fisch oder statt Basilikum in Tomatensoße gegessen werden.
Perilla frutescens var. crispa Tiefrote gekräuselte Blätter. Gleicher Geschmack.
Cryptotaenia japonica Die Japanische Petersilie hat nichts mit der uns bekannten Petersilie zu tun. Mitsuba bedeutet im Japanischen „drei Blätter“, was sich leicht nachvollziehen lässt angesichts der Blattstruktur. Sie besitzt einen unaufdringlichen Geschmack, der an Kerbel, Engelwurz und Sellerie mit leichten Anklängen von Nelken denken lässt. Wird sehr gern für Wokgerichte verwendet, dabei werden die Blätter nur grob gehackt und am Ende der Garzeit zugegeben. Wird auch in Teig ausgebacken als Tempura gegessen.