Miltomato loco Es sind die knackigsten Früchte, die wir je gegessen haben, schon akustisch – nämlich beim Draufbeißen geben Sie ein hörbares Knackgeräusch ab. Dann entfaltet sich das volle süße Aroma. Die Beeren sehen wie die der Jaltomaten aus, sind aber etwas kleiner. Bei Überreife fallen Sie von allein vom Strauch und trocknen in der Sonne – diese Trockenbeeren sind köstlich!
Solanum sissymbriifolium ’Gigant’ Kurios - an der gesamten Pflanze wachsen orangene Stacheln: am Stängel, an den Blättern, an der Fruchthülle - aber zum Glück nicht an der leuchtend roten Frucht. Die Litchitomate ist keine Tomate im botanischen Sinn. Die Früchte wachsen in Hüllen, wenn sie reif sind, platzen diese auf und geben die mirabellengroße Frucht frei. Dann kann sie geerntet werden, ohne dass man sich in die Finger sticht. Der Geschmack ist ähnlich einer Litchi, nur das hier nicht die Süße im Vordergrund steht, sondern die Würze. Schon die hellblauen großen Blüten sehen sehr dekorativ aus.
Solanum x burbankii Von Luther Burbank einem Pflanzenspezialisten – heute würde man Planthunter sagen - Anfang des 19. Jh. in seinem eigenen Garten entdeckt. Darin hatte er viele Nachtschattengewächse gesammelt und so kam es wohl zu einer Verkreuzung zwischen verschiedenen Arten. Burbank – kein Mann von Bescheidenheit, nannte die neue Pflanze nach sich selbst, was bei Botanikern nicht üblich ist. (Meist werden berühmte oder befreundete Kollegen als Namenspaten bedacht.) Einige der Pflanzen schickte er einer amerikanischen Samenfirma, die schon im ersten Jahr 20.000 $ mit dem Verkauf von Samentüten einnahmen. Eine große Kontoverse entbrannte: viele Kritiker und Neider waren der Meinung, Burbank hatte den gewöhnlichen Nachtschatten nur neu vermarktet, Burbank beharrte auf seinem Standpunkt und setzte 10.000 $ für den aus, der es beweisen konnte. Geklärt wurde diese Kontroverse niemals, untersucht wurden die Beeren tausendfach: niemand konnte beweisen, dass die Wonderberry etwas anderes ist als eine Pflanze, die unaufhörlich hunderte von zuckersüßen, mattblauen Beeren hervorbringt!
Solanum villosum Gelbe, süße Beeren. Die Pflanzen sind kinderleicht anzubauen. Unreife Früchte sind wie bei allen Nachtschattengewächsen unbekömmlich.
Solanum luteum Orange, nicht so quitschsüße Beeren. Interessant ist, wie die Pflanzen für Ihre Arterhaltung sorgen: unreife Beeren mit unreifen Samen enthalten Solanin, bei reifen Beeren ist der Solanin-Gehalt komplett abgebaut. Die Samen werden z.B. von Vögeln unverdaut ausgeschieden und keimen an einem neuen Ort. Also merke: nur reife Früchte schmecken Mensch und Tier.
Jaltomata procumbens Die schwarzen kirschgroßen Beeren schmecken süß und saftig und haben einen Nachgeschmack, der an Marzipan erinnert. Sie können frisch vom Strauch genascht werden oder in jeder erdenklichen Form verarbeitet werden: zu Marmelade, als Tortenbelag, als Einlage in Soßen, Rumtopf usw. Eine Pflanze, die auf den Märkten Mexikos zu finden ist.
Solanum x burbankii ‘Mrs. B’s Nonbitter’ Eine Auslese der Wonderberry mit etwas größeren Früchten und einem kompakteren Wuchs. Die Früchte schmecken etwas intensiver als die der Wonderberry – aber kein einziger Anflug von bitter – bei beiden! Wer ist nur wieder auf diesen irreführenden Namen gekommen?! Die Vorkultur ist so einfach wie bei Tomaten. Ab Mitte Mai können die Pflanzen ins Freiland und benötigen keinerlei Pflege mehr – vorausgesetzt, sie geben in das Pflanzloch ausreichend Kompost, denn Sie wissen ja: Alle Nachtschattengewächse sind richtig verfressen!
Solanum guineense Eine Art aus Südafrika, die nach Burbank ein Elternteil der Wonderberry ist. Die Frauen der Farmer Südafrikas bereiten Torten und Kuchen daraus zu. Die schwarzen glänzenden Beeren werden aber hauptsächlich in Nordamerika unter dem wohlklingenden Namen als sog. Gardenhuckleberry angebaut. Die Pflanzen bringen Unmengen kleiner süßer Beeren hervor. Nicht mit unserem heimischen Nachtschatten verwechseln und keine grünen Früchte essen.
Solanum guineense Die süßen glänzend dunkelvioletten Früchte sind ein echter Geheimtipp! Diese Sorte mit hellgrünen Blättern hat hauptsächlich in Asien und Afrika Verbreitung gefunden. Die sieben Früchte pro Traube sind leicht zu ernten. Wächst buschig. Nicht mit unserem heimischen Nachtschatten verwechseln und keine grünen Früchte essen.
Solanum muricatum Die Pepino stammt aus Südamerika. Das zarte Fruchtfleisch schmeckt etwas nach Birne und Melonen, weshalb sie manchmal auch Melonenbirne genannt wird. Die Pflanze sieht wie ein Chili aus, nur das statt der scharfen Dinger die süßlichen Früchte wachsen.